Der Terror ist reserviert – für Muslime

Der Anschlag auf eine Moschee in Quebec ist ja nicht der einzige seiner Art. Seit Jahren nimmt Gewalt gegen Muslime zu. Das sog. Chapel-Hill-Shooting in den USA, bei dem drei Studierende muslimischen Glaubens erschossen wurden, wurde als Rassismus, nicht Terror gewertet. Die Trump’schen Dekrete in den USA, besonders der Einreisestopp für einige muslimische geprägte Länder – nicht Saudi-Arabien (sic!) – dürfte noch mehr Wasser auf die Mühlen von Islamophobe bedeuten. Während schon vor Auftrieb für sog. islamistische Terroristen durch diese diskriminierenden Maßnahmen gewarnt wird, bleibt das Denken des Umgekehrten schwierig: Muslime als Opfer. So markiert u.a. die Website der Tagesschau den „Terror gegen Muslime“ mit Anführungsstrichen, also wörtliche Rede eines Einzelnen. In der Linguistik nennt man solche Vermerke Distanzierungsmarker. Sprich: auf tagesschau.de wird zwar die Aussage weiter gegebeben, dass es sich beim Anschlag auf Muslime in Quebec um „Terror gegen Muslime“ handelt. Zu eigen macht sich die Tagesschau-Redaktion diese Einschätzung damit jedoch nicht. Man achte, wo solche Anfürhungsstriche fehlen… – – –

Kanada: Tote bei Angriff auf Moschee in Quebec

Im kanadischen Quebec sind in einer Moschee mindestens sechs Menschen erschossen und acht verletzt worden. Laut Polizei wurden zwei Verdächtige festgenommen. Offenbar fielen die Schüsse während des Abendgebets. Kanadas Premierminister Trudeau sprach von einem Terroranschlag.

Source: www.tagesschau.de/ausland/quebec-moschee-101.html

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Gründung (2005) und Leitung des gemeinnützigen Instituts für Medienverantwortung IMV

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